Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) sind vom W3C entwickelte internationale Standards für digitale Barrierefreiheit. Sie definieren, wie Inhalte wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust gestaltet werden. Dadurch sollen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen diese Inhalte besser nutzen können.
Die WCAG gelten für Websites, Webanwendungen und digitale Inhalte und richten sich an Designer, Entwickler, Redaktionen, Qualitätssicherung sowie alle, die digitale Angebote planen oder pflegen.
Die Erfolgskriterien sind in die Stufen A, AA und AAA gegliedert.
In vielen Projekten wird WCAG 2.2 auf Konformitätsstufe AA als Ziel verwendet. Welche Anforderungen rechtlich verbindlich sind, hängt jedoch vom Land, der Organisation und der Art des digitalen Angebots ab. Die WCAG selbst sind technische Richtlinien und ersetzen keine rechtliche Prüfung.
Barrierefreiheit wird von Beginn an in Architektur, Design, Entwicklung und Redaktion eingeplant.
Typische Maßnahmen:
Automatisierte Prüfwerkzeuge können bestimmte Fehler erkennen, decken aber nicht alle Erfolgskriterien ab. Deshalb gehören manuelle Tests, Tastaturprüfungen und Tests mit assistiven Technologien zu einer belastbaren Qualitätskontrolle. Auch nach dem Launch muss die Barrierefreiheit bei neuen Inhalten und Funktionen regelmäßig überprüft werden.
Eine barrierefreie Website erreicht mehr Menschen und ist häufig auch auf mobilen Geräten, bei temporären Einschränkungen oder unter schwierigen Nutzungssituationen leichter bedienbar. Klare Strukturen und robuste Komponenten verbessern zudem Wartbarkeit und allgemeine Benutzerfreundlichkeit.
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