Ein Honeypot ist ein bewusst platzierter Köder, der automatisierte Bots oder Angreifer anlocken und ihre Aktivitäten erkennbar machen soll. In der IT-Sicherheit kann dies ein isoliertes Scheinsystem sein; bei Webformularen bezeichnet der Begriff häufig ein zusätzliches Feld, das Menschen nicht ausfüllen sollen, einfache Bots jedoch schon. Professionelle Webentwicklung kombiniert Honeypot-Felder mit serverseitiger Validierung, Rate Limits und Monitoring, statt sich auf den Köder allein zu verlassen.
Ein Sicherheits-Honeypot imitiert beispielsweise einen:
Weil legitime Nutzer dort normalerweise nichts zu tun haben, sind Zugriffe besonders auffällig. Protokolle können Hinweise auf Scanmuster, Werkzeuge und neue Angriffsmethoden liefern. Der Köder muss klar vom produktiven System getrennt und eng überwacht werden.
Bei Formularen wird ein zusätzliches Eingabefeld so eingebunden, dass es für reguläre Nutzer nicht relevant ist. Ein Bot, der wahllos alle Felder befüllt, verrät sich dadurch. Die Auswertung kann auch Mindestzeiten oder andere Signale berücksichtigen. Das Feld sollte assistive Technologien nicht verwirren und darf nicht lediglich so versteckt werden, dass echte Nutzer es versehentlich bearbeiten.
Ein Honeypot ersetzt weder Eingabevalidierung und Rate Limits noch Authentifizierung, Updates oder Monitoring. Wirksam wird er als Teil eines mehrschichtigen Schutzkonzepts. Regeln sollten regelmäßig anhand realer Treffer geprüft werden, damit legitime Anfragen nicht unbemerkt verloren gehen und neue Bot-Muster erkannt werden.
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