Ein Proof of Concept, kurz PoC, ist ein begrenzter Versuch, der prüft, ob eine konkrete Idee unter definierten Bedingungen technisch oder organisatorisch machbar ist. Ein Shop-Team könnte testen, ob ein neues Warenwirtschaftssystem Bestellungen zuverlässig über eine Schnittstelle übernimmt. Der PoC beantwortet eine Machbarkeitsfrage; er ist noch keine vollständige, produktiv betreute Lösung.
Der Versuch beginnt mit einer überprüfbaren Annahme und klaren Kriterien. Dazu gehören passende Testdaten, relevante Randbedingungen und ein Maßstab für Erfolg oder Scheitern. Bei einer Zahlungsschnittstelle reicht es nicht, nur eine erfolgreiche Testzahlung zu zeigen; auch Fehler, Rückerstattungen und Einschränkungen der Umgebung können entscheidend sein..
Ein PoC konzentriert sich auf eine oder mehrere klar abgegrenzte Machbarkeitsfragen beziehungsweise wesentliche technische Risiken. Für solche Vorarbeiten nutzen Teams oft einen Spike. Code aus dem Versuch ist häufig bewusst vereinfacht. Ob er später übernommen werden kann, hängt von Tests, Sicherheit, Wartbarkeit und Betriebsanforderungen ab.
Ein Design Sprint kann helfen, Annahmen und einen Prototyp in kurzer Zeit zu konkretisieren. Die drei Ergebnisse können aufeinander folgen, beantworten aber unterschiedliche Fragen.
Ein erfolgreicher Versuch liefert Hinweise, keine Garantie für Leistung unter Last oder einen sicheren Produktionsbetrieb. Ein gescheiterter PoC kann wertvoll sein, wenn er eine teure Fehlentscheidung verhindert. Ergebnisse, offene Risiken und die Grenzen der Testumgebung sollten dokumentiert werden, bevor der nächste Entwicklungsschritt festgelegt wird.
Testdaten sollten die riskanten Fälle abbilden, ohne echte Kundendaten unnötig offenzulegen. Ein Export mit nur wenigen idealen Bestellungen zeigt nicht, ob Rückerstattungen oder alte Datenformate funktionieren. Die Grenzen der Stichprobe gehören zum Ergebnis des PoC.
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